Balkan 2022

Unsere Reiseroute vom 9.6. bis zum 12.8.2022. Gefahrene Strecke 4.929 km

Albanien:

15.6.2022: Ankunft mit der Fähre von Ancona nach Durres. Sunset Camping Golem. Sehr schön am Meer gelegen, sehr nette Besitzer, gutes Restaurant. Danach fahren wir zum Strand bei Forseluk. Einsam. Sehr schön. Leider viel Müll am Strand. Nationalpark Divjaka mit Lagune.

Anschließend geht es offroad nach Gramsh und zum Holtas-Canyon.

Berat ist die Stadt mit den vielen Fenstern. Bei Zvernec wunderschöner Stellplatz zwischen Meer und Lagune.

Sarande ist sehr touristisch, ebenso die Ruinen von Butrint.

Nach dem netten Städtchen Girokaster erleben wir wieder ruhige Natur in der Hochebene Cajupi.

Griechenland:

Alte Brücken, Vikos-Schlucht.

 

Wanderung zur Vikos Schlucht von Ariste aus. Besichtigung Papingo und Mikro Papingo. In Konitsa finden wir einen schönen Übernachtungsplatz neben der alten Brücke. Von Samarina nach Distrato führt eine einfache, abgelegene Offroad-Strecke. Auf halber Strecke verbringen wir ein paar Tage auf einer schönen Wiese mit vielen Blumen und Insekten.

 

Wir besichtigen die Meteora Klöster: Moni Rousanou, Moni Agias Triados, Moni Varlaam. Alle sind hoch auf die Felsen gebaut.

 

Nach der lebendigen Stadt Thessaloniki fahren wir bei Orfani ans Meer.

Bulgarien:

Weiter geht die Fahrt nach Bulgarien. Wir bekommen Probleme nach der Grenze mit der LKW Maut. Der Automat funktioniert nicht, auch nicht App und Internet. Unfreundliche Angestellte sind nicht hilfsbereit. Schließlich erfahren wir, dass jeden Tag oder 2. Tag neu bezahlt werden muss. Man könne das an Tankstellen regeln. Nach einem vergeblichen Versuch bei der nächsten Tankstelle fahren wir zurück zur Grenze, schaffen es schließlich, die Maut für 2 Tage zu zahlen, und beschließen, in dieser Zeit über Plovdiv nach Nordmazedonien durchzufahren. 

Vor Plovdiv stottert plötzlich der Motor. Eine Einspritzdüse ist defekt. Glück im Unglück ist, dass die Iveco-Werkstatt in Plovdiv innerhalb von ein paar Stunden den Schaden reparieren kann, während wir schön renovierte Wiedergeburtshäuser besichtigen. So können wir schnell Richtung Nordmazedonien weiterfahren.

Wir sind doch nicht über die Grenze gefahren, haben beschlossen in einem der kleinen Dörfer vor der Grenze zu übernachten. Womit wir nicht gerechnet haben ist, dass wir damit einen Einsatz der Polizei ausgelöst haben 👮‍♀️👮‍♀️👮‍♀️. So einfach sich anonym irgendwo hinstellen, war etwas naiv. Es kamen gleich ein paar Damen zusammen, die ganz aufgeregt waren. Als wir auf sie zugegangen sind und mit Händen und Füßen erklärt haben, dass wir einfach nur übernachten wollen, haben sie sich beruhigt, hatten aber schon die Polizei gerufen. Bald darauf kommen drei Herren im Polizeiwagen angefahren. Die waren allerdings sehr freundlich, ein bisschen verunsichert, weil das hatten sie noch nicht in ihrem Repertoire. Fanden wohl, es sei auf keinen Fall ein Fehler, unsere Personalien aufzunehmen. Sie versichern uns dann aber, dass es völlig in Ordnung ist, wenn wir da übernachten und erst morgen über die Grenze fahren. Nachdem der eine Beamte den Dr. in Gerhards Pass entdeckt, erkundigt er sich, welche Art von Dr. er sei. Als Gerhard hat sich als Psychiater zu erkennen gab, lacht der Polizist und zeigt auf die Damen. Wenn wir es richtig verstanden haben, meint er, das sei eine Wohngemeinschaft für psychisch Kranke. Wir werden nie erfahren, ob es dazu eine medizinische Diagnose gibt oder ob das eine polizeiliche Diagnose war. Jedenfalls werden wir jetzt heute Nacht mit polizeilichen Segen gut schlafen und erst morgen über die Grenze fahren.

Nordmazedonien:

In Kriva Palanka fahren wir auf den Berg Kalin Kamen und pflücken Heidelbeeren und wilde Mirabellen. Fahrt nach Stanci, Wandern zum Wasserfall, sehr schönes Tal. Und heute Abend sind wir spontan von einem ehemaligen Polizeibeamten zu sich nach Hause eingeladen worden, wo auch seine beiden Ex-Kolleginnen (alle sehr jung schon im Ruhestand) sitzen. Wir können uns zwar nur mit ein bisschen Englisch und mit Übersetzungsapp unterhalten, aber irgendwie ist es total nett. Für den nächsten Tag  sind wir zum Frühstück eingeladen und besuchen gemeinsam in ein Dörfchen in der Nähe, das sie uns unbedingt zeigen wollen. Anschließend fahren wir nach Skopje weiter.

Hier in die Nord-Ostecke des Landes kommen kaum Touristen und die Menschen freuen sich wirklich, mit uns in Kontakt zu kommen. Was für ein krasser Unterschied zu Bulgarien, wo wir auf weniger Freundlichkeit stießen.. 

 Danach geht es weiter nach Skopje.

 

 

Ein Highlight ist noch das Kloster Bigorski. Dann bekommen wir einen Anruf von Gerhards Schwester, dass seine 99-jährige Mutter mit Atemnot ins Krankenhaus gekommen ist. Wir fahren sofort Richtung Deutschland und sind froh, uns noch von ihr verabschieden zu können, bevor sie stirbt.